FP-Klubobmann Sippel fordert ein Busleitsystem für Reisebusse in Graz

Konzept zur Lösung des Verkehrschaos an den Adventwochenenden

Vor allem in der Adventzeit, insbesondere an den Wochenenden, verursachen zahlreiche Reisebusse ein wahres Verkehrschaos in der Grazer Innenstadt. Beginnend an der Kreuzung Wilhelm-Fischer-Allee / Erzherzog-Johann-Allee bis zum Joanneumring verursachen parkplatzsuchende Reisebusse regelmäßig zähfließenden Verkehr und Stau. Vergleichbare Städte wie Linz, Innsbruck und Salzburg haben schon vor Jahren reagiert und sogenannte Reisebusregelungen oder Busleitsysteme umgesetzt.

„Die Grazer Adventmärkte sind ein enorm wichtiger Frequenzbringer für die städtische Wirtschaft und locken nicht nur viele Gäste aus Österreich, sondern auch aus dem benachbarten europäischen Ausland in unsere Stadt. Busreisen sind eine vergleichsweise umweltfreundliche Form des Reisens, dennoch braucht es in Hinblick auf die in Graz herrschende Feinstaubbelastung eine optimale Lösung“, so Sippel.

Auch die Parkplatzknappheit ist ein allgegenwärtiges Thema. Im Gegensatz zu den bereits genannten Städten, die allesamt ein durchdachtes, übersichtliches und auch leicht zugängliches Konzept anbieten, parken Reisebusse in Graz entlang des Burgringes und des Opernringes sowie in der Franz-Graf-Allee bis zu fünf Stunden kostenlos. In der Grünen Zone parken die Reisebusse an Samstagen und Sonntagen ebenfalls kostenlos. Am vergangenen Wochenende blockierte etwa ein bosnischer Reisebus drei Tage lang Parkplätze inmitten eines Wohngebietes in der Heinrich-Casper-Gasse.

„Das muss unbedingt abgestellt werden. Die für Verkehr zuständige Stadtsenatsreferentin Elke Kahr wird im morgigen Gemeinderat dahingehend ersucht werden. Auch Anreizmodelle in Zusammenarbeit mit Graz Tourismus und mit der Wirtschaft sind für uns denkbar. Aus der Inneren Stadt sollen Reisebusse aber in Zukunft, abgesehen vielleicht zum Ein- und Ausstieg der Reisegäste – verbannt werden“, so FP-Klubobmann Sippel abschließend.