Drogenfalle Corona-Maßnahmen

GR Astrid Schleicher ortet massiven Anstieg im privaten Bereich

Das weitgehend fehlende soziale Leben, durch Schulschließung, kein Treffen mit Freunden, keine bzw. wenig Freizeitmöglichkeiten und Arbeitslosigkeit, ist für 15- bis 25-Jährige laut FPÖ-Gesundheitssprecherin Astrid Schleicher eine Katastrophe. Jugendliche sind generell mit vielen Lebensbewältigungsaufgaben konfrontiert. In dieser Krise rückt ein weiteres Problemfeld immer deutlicher in den Mittelpunkt: Drogen.

Der Konsum von illegalen Suchtmitteln ist für viele durch die momentane, triste Situation besonders verlockend. Der Suchtkoordinator der Stadt Graz Dr. Ulf Zeder wird in einer Zeitung zitiert: „Die desillusionierte, jüngere Generation laufe aktuell Gefahr, Sachen auszuprobieren, die sie in einer besseren Stimmung nicht probieren würde!“

Gesundheitssprecherin Schleicher fordert strategische
Drogenbekämpfung für Graz

„Wir haben bis jetzt in der Steiermark acht Drogentote. Darunter auch sehr junge Menschen wie der aktuelle, traurige Fall eines 15-Jährigen in Wetzelsdorf. Gesundheitsstadtrat Krotzer darf hier nicht die Augen verschließen und muss unbedingt gegensteuern“, fordert FPÖ-Gesundheitssprecherin Schleicher. Sie verlangt strategische Drogenbekämpfung für Graz.

Ein Beitritt zum bestehenden europäischen Netzwerk SCORE, wo regelmäßig Drogenrückstände im Abwasser analysiert werden, sei jedenfalls dringend erforderlich. Daraus könnten wichtige Erkenntnisse für eine strategische Suchtbekämpfung in Graz abgeleitet werden.