Wie funktioniert ein politischer Knieschuss? Die Grazer Grünen zeigen es vor.

Grüne kritisieren die Förderung eines Sozialprojektes für das sie selbst gestimmt haben.

Für die grüne Stadträtin Judith Schwentner ist der heutige Stadtsenatsbeschluss über eine
Förderung in der Höhe von 1472 Euro Anlass für Empörung. Sie mokiert sich darüber, dass
damit die Aktivitäten des „Forum Gries“, wo es um Vernetzung, Kommunikation und
Begegnung von Senioren mittels Treffen im Oeverseepark geht, unterstützt werden. Der Stein
des Anstoßes ist dabei das ehrenamtliche Engagement einiger freiheitlicher Funktionäre im
Rahmen dieses Vereins. Als dieses Projekt im Bezirksrat Gries diskutiert und abgestimmt
wurde, war man für dieses Sozialprojekt seitens der grünen Fraktion noch Feuer und Flamme.
Der grüne Bezirksvorsteher Tristan Ammerer nahm sogar selbst an einer dieser
Veranstaltungen teil und fand lobende Worte. Der Beschluss im Bezirksrat wurde einstimmig
gefasst.

Zum plötzlichen Sinneswandel der Grünen findet KO Armin Sippel klare Worte: „Scheinbar
ist die parteipolitische Verblendung der Grünen so groß, dass man bei einem sozialen Projekt
plötzlich Stimmung dagegen macht, nur, weil ein ehrenamtlicher Mitarbeiter eine Nähe zur
FPÖ aufweist. Es macht betroffen, dass plötzlich in Wahlkampfzeiten Initiativen zur
Unterstützung der Senioren in Gries derart in Abrede gestellt werden. Diese Reaktion beweist
wieder einmal, dass die Grünen ihre parteipolitische Arbeit weit über die sozialen Bedürfnisse
der Bezirksbewohner stellen.“