Verkehrsministerin Gewessler nur bei der Bestrafung von Autofahrern innovativ

Graz darf sich bei neuen Verkehrskonzepten nicht von der Bundesregierung abspeisen lassen

Nach einer Planungszeit von eineinhalb Jahren wurde gestern das Konzept einer Metro für Graz der Öffentlichkeit präsentiert. Zwei Metrolinien mit 27 Haltestellen und Trassen von Gösting nach Webling und von Eggenberg bis zum Berliner Ring mit Kreuzungsbereich Jakominiplatz sind geplant. Der Netzanschluss ist bis zum Jahr 2030 vorgesehen. Die Kosten von 3,33 Milliarden Euro sollen von der Stadt gemeinsam mit dem Land Steiermark und dem Bund getragen werden.

Um für den stetig wachsenden Ballungsraum Platz für den öffentlichen Verkehr zu machen, ist es notwendig, hier neue Wege zu gehen. Das Straßenbahnnetz wird sich aufgrund der beengten Straßenzüge speziell in der Innenstadt nicht den zukünftigen Anforderungen entsprechend ausdehnen können. Die prognostizierte Bevölkerungszunahme für Graz würde die bereits jetzt schon prekäre Verkehrssituation auf die Spitze treiben.

Auf Initiative von Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio hat es unter FPÖ-Infrastrukturminister Norbert Hofer bereits zugesagte Gelder aus der Nahverkehrsmilliarde für Graz gegeben, um neue Verkehrssysteme einzurichten. Von den einst zugesagten Finanzmittel sind unter der grünen Verkehrsministerin Gewessler nur mehr 75 Millionen Euro für den Ausbau der Straßenbahnlinien übriggeblieben, die noch dazu bis über die Stadtgrenzen hinaus weitergeführt werden müssen.

„Um die Verkehrsproblematik in Graz in den Griff zu bekommen, braucht es endlich zukunftsweisende Projekte. Die Idee einer U-Bahn für Graz ist eine nachhaltige Lösung, von der unsere Stadt die nächsten Jahrzehnte massiv profitieren könnte. Frau Gewessler sollte ihre ablehnende Haltung gegenüber neuen, innovativen Ideen ablegen und ist eingeladen mit uns gemeinsam in die Zukunft zu schauen. Die erste Reaktion der Infrastrukturministerin lässt jedenfalls nicht auf viel Innovationsgeist schließen“, so Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio.

Für FPÖ-Klubobmann Sippel ist das Vorgehen von Verkehrsministerin Gewessler absolut unverständlich. „Statt sich mit neuen Verkehrskonzepten zu befassen, will die Ministerin lieber an alten Konzepten festhalten, die aber keine zukunftsfähigen Lösungen bringen. Graz braucht für seinen Verkehr Platz und dieser darf nicht auf Kosten des motorisierten Individualverkehrs gehen. Das Gewessler und den Grünen die Autofahrer ein besonderer Dorn im Auge sind, beweist die Erhöhung der Normverbrauchsabgabe um rund zehn Prozent für Familienautos wie Vans und Kombis sowie für die meisten Kleintransporter mit 1. Juni 2021“, so Sippel abschließend.

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FPÖ Gemeinderatsklub
Tel.: 0316/872-2140