Polizei bestätigt: Schutzzonen in Grazer Parks wirken

Zusätzlich zur Bekämpfung der Drogenkriminalität sind auch neue Strategien zur Bewältigung des Suchtmittelmissbrauchs notwendig.

Die zwei Grazer Parks Volksgarten und Metahofpark, in denen seit März 2019 Schutzzonen in Kraft sind, sind heute nahezu drogenfrei. Mehr als 350 Betretungsverbote wurden innerhalb von vier Monaten ausgesprochen. Betroffen waren dabei Menschen aus 59 verschiedenen Nationen, wobei Afghanen die zahlenmäßig größte Gruppe stellten. 60 Personen wurden hauptsächlich wegen Suchtgiftdelikten festgenommen. Nach Auskunft der Polizei hat sich zwar der Drogenhandel an andere Orte verlagert, doch auch dort soll im Zuge von Sonder- und Schwerpunktstreifen der Drogenkriminalität der Kampf angesagt werden. Aus Sicht des FPÖ-Klubobmanns und Sicherheitssprechers Armin Sippel ist es dringend erforderlich, die bestehenden Schutzzonen über den September hinaus zu verlängern und die Errichtung weiterer Zonen zu prüfen.

„Die Aufgabe der Polizei ist es in erster Linie, die Drogenkriminalität zu bekämpfen. Um aber das Drogenproblem insgesamt in den Griff zu bekommen, benötigen wir neue Konzepte. Aus diesem Grund werden die Gemeinderätinnen Univ.-Prof. Dr. Daisy Kopera, ÖVP und Mag. Astrid Schleicher, FPÖ einen gemeinsamen Dringlichen Antrag in der morgigen Gemeinderatssitzung einbringen. Ziel ist die Schaffung einer Drogen- und Suchtkommission zusammengesetzt aus Fachleuten der zuständigen Ämter sowie aus Experten der Suchtprävention und der Exekutive. Darüber hinaus wird auch ein schlüssiger Bericht über die Drogensituation in Graz notwendig sein, aus dem sich in weiterer Folge auch eine wirkungsvolle Strategie zur Bewältigung dieses Problems ergeben soll. Für die großartige Arbeit der Grazer Exekutive während der vergangenen vier Monate bedanke ich mich im Namen aller Grazer“, so FP-Klubobmann Sippel abschließend.

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