Nachbarschaftszentren: Mehr Objektivität in der Stadtteilarbeit

Klubobmann Armin Sippel erläutert, warum die von der KPÖ eingeführten Stadtteilzentren einer Reform unterzogen werden mussten.

Die Stadtteilzentren, einst als kommunistische Prestigeprojekte von Stadträtin Elke Kahr installiert, stellten sich letztlich als teure, ineffiziente und wenig treffsichere Beschäftigungseinrichtungen für Sympathisanten aus dem linken Politumfeld dar. Rund 80 Prozent der bereitgestellten Fördermittel aus Steuergeldern wurden insgesamt für Personalkosten aufgewendet. Aus Sicht des für Wohnen zuständigen Vizebürgermeisters Mario Eustacchio war darüber hinaus bei vielen Aktivitäten und Projekten mehr der linke Zeitgeist im Vordergrund, als ein echter Mehrwert für die Grazer Bevölkerung erkennbar.

Mit den neuen Vergabekriterien der Nachbarschaftsarbeit soll die Geldverteilung nach dem Gießkannenprinzip der Vergangenheit angehören. So zum Beispiel werden hinkünftig Projekte nur nach dem tatsächlichen Aufwand abgerechnet. Damit soll dem Prinzip von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit in dieser Stadt Rechnung getragen werden.

Sehr erfreulich ist sowohl die Einführung von transparenten Förderrichtlinien als auch die Ausweitung der Fördergelder auf Projekte, die von Vereinen und auf Initiative von Privaten eingebracht werden können. Durch die Einbindung des demokratisch legitimierten Bezirksrates – der die Projekte an das Amt für Wohnungsangelegenheiten mit einer Empfehlung weitergibt – erhöht sich nicht nur die Treffsicherheit, sondern auch die Effektivität der Stadtteilarbeit um ein Vielfaches.

„In einer so schnell wachsenden Stadt wie Graz nehmen auch die Nachbarschaftskonflikte immer weiter zu. Um dieser Herausforderung begegnen zu können, braucht es wirksame Konzepte und keine sozialromantischen Träumereien. Die längst notwendige Reform der Stadtteilarbeit kann hier als kleiner aber wichtiger Beitrag zu mehr Lebensqualität im unmittelbaren Lebensumfeld der Grazer verstanden werden“, so Klubobmann Sippel.

Rückfragehinweis:
FPÖ Gemeinderatsklub
Tel.: 0316/872-2140