Grüne Schikanen gegen Autoliebhaber

Der Hass der grünen Politiker-Zunft gegen alles, was mit dem Thema Auto zu tun hat, kennt keine Grenzen. Jetzt erlangt ein Vorstoß der grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler, zukünftig bei Geschwindigkeitsübertretungen sogar das Auto einkassieren zu wollen, einen vorläufigen Höhepunkt.

Alleine die Fantasie, als Staat bei Schnellfahr-Delikten auf das Eigentum Auto zugreifen zu können, spricht Bände. Diese bevorstehende Gesetzesänderung fügt sich in eine ganze Reihe rigoroser Maßnahmen ein, die nur eines zum Ziel haben: die gnadenlose Abzocke der Autofahrer. Ab 1. Juli wird die sogenannte Ökologisierung des Steuersystems mit einer veritablen Erhöhung der  Normverbrauchsabgabe (NoVA) eingeläutet. Sogar bei leichten Nutzfahrzeugen kann dann bei Neukauf die neue NoVA schon mal 10.000 bis 15.000 Euro ausmachen. Ein Schlag ins Gesicht, vor allem für die vielen Klein- und Mittelunternehmen, die auf Kasten- und Pritschenwagen angewiesen sind.

Den Autoschraubern geht es an den Kragen

Schon lange im Visier der politischen Anti-Auto-Liga sind all jene, die auch so etwas wie Emotion für ihr Fahrzeug aufbringen. Egal, ob Oldtimer-Liebhaber, Rennsport-Fanatiker, Motorradfahrer oder Tuner, insbesondere den Autoschraubern geht es seit längerer Zeit an den Kragen.

Noch lebt die Tuning-Szene, sie kämpft aber mit immer strenger werdenden Gesetzesvorgaben. So wurde beispielsweise erst kürzlich das Chip-Tuning, also leistungsverändernde elektronische Eingriffe in die Motorsteuerung, massiv erschwert. Auch bei dem beliebten klassischen „Auffrisieren“ der Fahrzeuge durch auffällige Felgen, imposante Auspuffanlagen, modifizierte Fahrwerke oder eben Leistungssteigerungen, kam es in letzter Zeit bei den Zulassungen zu immer mehr Hemmschwellen.

Die Folge ist nicht nur ein Attraktivitätsverlust für die berühmt-berüchtigten Tuning-Treffen, wie beispielsweise das GTI-Treffen in Reifnitz am Wörthersee, sondern auch ein starker Rückgang von Tuning- aber auch klassischer Automessen. Hier kommt auch die Wirtschaft ins Spiel, denn Tuning ist für viele nicht nur eine Religion, sondern insgesamt auch ein nicht zu verachtendes Geschäftsmodell.

Autotuning: Für viele ein ganz besonderes Hobby

Viele kleinere Autofirmen, die sich auf die Modifikation von Karosserien, Motoren oder Fahrwerken spezialisiert haben, schaffen Arbeitsplätze und sorgen für Wertschöpfung. Nicht zuletzt finden sich unter den Partnern des Automobilclusters ACstyria, neben renommierten Autozulieferern wie Magna oder AVL, auch größere Tuningunternehmen wie Competence Tuning, Remus-Sebring oder Pankl-Racing. In Graz gibt es erfreulicherweise noch eine rege Tuning-Szene, organisiert in Klubs, Vereinen oder über Social Media (www.tuningszenegraz.at), wo zumindest vor Coronazeiten regelmäßiger Austausch von Gleichgesinnten, wöchentliche Treffen und unterschiedliche Veranstaltungen, wie beispielsweise Driftbewerbe stattfanden.

Wer sich eingehender mit dem Thema Tuning und der Tuningszene auseinandersetzt, erkennt, dass das veröffentlichte Bild von rücksichtslosen Straßenrowdys, die sich illegale Rennen liefern, oder von qualmenden Reifen am Stand, nur einen kleinen, weniger schönen Auszug der Realität darstellt.

Der Umwelt zuliebe – Eco-Tuning

Tuning kann nämlich mehr. So rückte zuletzt vermehrt die Sparte des Eco-Tunings in den Vordergrund. Ziel dabei – mehr Motorleistung bei gleichzeitig geringerem Kraftstoffverbrauch. Vorrangig wird hier Chiptuning eingesetzt, um das Drehmoment derart zu optimieren, dass eine Fahrweise mit durchschnittlich deutlich niedrigeren Drehzahlen und damit auch mit geringerem Verbrauch möglich wird.

Ähnlich wie die Automobilität  insgesamt hat sich auch das Tuning und die Tuningszene weiterentwickelt. Legte man vor 20 Jahren noch Wert auf automobile Protzigkeit mit extra breiten Reifen, bösem Blick und  kofferraumfüllenden Subwoofern, so ist das Tuning von heute dezenter und tatsächlich nachhaltiger geworden, wie uns beispielsweise die Mercedes-Tuning-Schmiede AMG vor Augen führt.

Wenn es einen generationenübergreifenden Aspekt gibt, dann ist das jedenfalls die Leidenschaft für das Auto und die entsprechende Optimierung von Leistung und Form. Auch wenn vielen Politikern, insbesondere linker Provenienz, Emotionen in diesem Bereich fern sind, wäre es wünschenswert, wenn der Feldzug gegen das Auto und die damit verbundene individuelle Freiheit schnell ein Ende finden würde.