FPÖ pocht auf eine Allianz für die Kinder von Graz

Armut und Kinderleid spielt sich – ganz ohne Inszenierung – auch vor unserer Haustüre ab

Bilder von leidenden, hungrigen und verwahrlosten Kinder lassen niemanden kalt. Während uns die Zustände auf Lesbos täglich vor Augen geführt werden, spielt sich Kinderleid bei uns oftmals im Verborgenen ab. Obwohl es in den vergangenen Jahren immer wieder Beteuerungen und Initiativen zur Bekämpfung und Eindämmung von Kinder- und Jugendarmut gab, zeichnet der letzte Armutsbericht aus dem Jahr 2018 dennoch ein nüchternes Bild der Wirklichkeit.
Laut Bericht lebten in der Steiermark im Jahre 2017 an die 51.000 armutsgefährdete Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. In den letzten drei Jahren davor wuchs ihre Zahl um 14.000 Personen. Kinder- und Jugendarmut ist ein nicht zu unterschätzendes soziales Problem, welches sich verheerend und nachhaltig auf die Zukunftschancen auswirken kann.
Die Zurufe der ehemaligen Polit-Elite von Stingl über Klasnic bis Vranitzky, sowie die Kommentare der üblichen verdächtigen Staatskünstler in Form der wirklich berühmten Balkon-Muppets sind tatsächlich entbehrlich und scheinheilig, zumal sich keiner dieser Persönlichkeiten bereiterklärt hat, die Kinder von Moria aus eigener Tasche langfristig zu unterstützen.
„Die Aufnahme von einzelnen Migrantenkindern aus Lesbos wäre maximal eine Alibiaktion, die nicht einmal im Ansatz das weltweite Migrationsproblem lösen kann. So lange geopolitische Interessen vor Humaninteressen gehen, so lange die viel besagte Hilfe vor Ort nicht ankommt, und so lange Figuren wie Erdogan, Migranten als Faustpfand missbrauchen, wird sich die Situation nicht ändern. Als erstes wäre einmal die EU gefordert, Ordnung in ihre Migrations- und Asylpolitik zu bringen. Ein Aufgabenfeld, an dem sich auch der ÖVP- Politiker und Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, beteiligen könnte. Als Kommunalpolitiker und Vertreter der sozialen Heimatpartei sehe ich es hingegen als vorrangige Aufgabe an, zuerst unsere Kinder aus der Armut zu holen und dafür eine starke Allianz zu schmieden“, so der Grazer FPÖ- Klubobmann Sippel abschließend.

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FPÖ Gemeinderatsklub
Tel.: 0316/872-2140