FP-Schönbacher erwartet sich geeignete Maßnahmen von Frauenstadträtin Wirnsberger 

In der heutigen Gemeinderatssitzung wird FP-Frauensprecherin Gemeinderätin Claudia Schönbacher Stadträtin Tina Wirnsberger in ihrer Zuständigkeit für Frauen & Gleichstellung im Zusammenhang mit der vergangene Woche präsentierten Studie „Religiöse und ethische Orientierungen von muslimischen Flüchtlingen in Graz“ befragen. Der Kernpunkt ihrer Anfrage bezieht sich auf einen wesentlichen Teilbereich der Aslan-Studie, der ein Themenfeld im eigenen Wirkungsbereich der Stadt Graz betrifft und in die Verantwortlichkeit der Grünen-Stadträtin fällt. So darf wohl zu Recht behauptet werden, dass das Frauenbild in der von der Studie umfassten Bezugsgruppe euphemistisch formuliert als zumindest steinzeitlich zu bezeichnen ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass gerade junge Männer einen Hauptteil dieser Gruppe ausmachen, sind von dieser Geisteshaltung durchaus zukünftige Entwicklungen zu befürchten, die für die Frauen in unserer Gesellschaft als gefährlich einzustufen sind.

Es darf aufgrund von bisherigen Wortmeldungen Winsbergers auch dieses Mal wieder damit gerechnet werden, dass diese relativierend auch auf angeblich ähnliche Verhaltensweisen von Männern der österreichischen Gesellschaft hinweisen werde. Das erscheint durch die jüngere Geschichte ihrer Partei auch als nur zu verständlich, kehrt doch dieser Tage ein wesentlicher Proponent dieses Themas zwar nunmehr als Parteichef einer eigenen Liste – letztendlich aber ihrer Bewegung entstammend – auf die politische Bühne zurück.

„Wesentlich ist aber, dass dieses Thema von ungeheurer Wichtigkeit ist und im Interesse unserer Gesellschaft, im Interesse aller Frauen und im Interesse unserer Töchter ernst genommen werden muss. Nur eine konsequente und zeitgerechte Vorgehensweise birgt eventuell die Chancen in sich, diese Geisteshaltungen und die damit in Verbindung stehenden Entwicklungen in unserer Gesellschaft aufzubrechen. Die Grazer Frauenstadträtin ist daher gefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten geeignete Maßnahmen zu setzen“, so die FP-Frauensprecherin Schönbacher abschließend.