Erneuter kommunistischer Angriff auf die Grazer Stadtgeschichte

Der Schlossberg soll den Grazern weiterhin seine Vergangenheit unverfälscht erzählen können

Im Zuge der Renovierung des Grazer Schlossbergmuseums wurde auch Dank des Mitwirkens der FPÖ Graz der Ansatz verfolgt, die Geschichte des Grazer Schlossberges in ihrer gesamten Tragweite darzustellen. Es lässt sich nicht in Abrede stellen, dass der Schlossberg in seiner ehemaligen Funktion eine militärische Festungsanlage sowohl gegen die einfallenden Türken im 15. und 16. Jahrhundert als auch gegen die Belagerung der Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts war.

Dass sich an einem für die Stadtgeschichte so bedeutenden Ort auch historische Denkmäler, Reliefs, Karten und Büsten befinden, ist selbstredend. Für FPÖ Klubobmann und Historiker Armin Sippel ist der Schlossberg an und für sich als großes Museum und Geschichtsbuch zu verstehen – dass ausgerechnet die Museologin Braunersreuther dies nicht wahrhaben will, ist jedenfalls erstaunlich. Die Störung der Totenruhe des erfolgreichen Grazer Schriftstellers der Zwischenkriegszeit Rudolf Hans Bartsch, die Demontage der Steiermark-Reliefkarte an der Außenwand der Kanonenbastei und die Entwürdigung des Denkmals des steirischen Heimatdichters und Arztes Hans Klöpfer sind als direkte, ideologisch motivierte Angriffe auf die Grazer Stadtgeschichte zu werten und daher abzulehnen.

In diesem Zusammenhang sei in Erinnerung gerufen, dass in der Vergangenheit vor allem totalitäre Systeme mit dem Ansatz aufgefallen sind, die eigene Geschichte zu verfälschen. So war es meistens eine der ersten Aktionen von diktatorischen Regimen, ihren jeweiligen Führerfiguren Plätze und Straßen zu widmen.

Das Ergebnis dieser immer wieder aufs Neue losgetretenen Debatte zeigte sich in jüngster Zeit auch durch strafbare Handlungen wie das Beschmieren und Zerstören von Denkmälern. Zuletzt war auch das Denkmal von Hans Klöpfer auf dem Schlossberg Opfer einer Schmierattacke.

„Denkmäler sind das Abbild unserer Geschichte. Um aus der Vergangenheit lernen zu können, muss eine objektive Darstellung historischer Personen und Ereignisse möglich sein. Das ist gelebter Bildungsauftrag“, so Klubobmann Sippel abschließend.