Bildung & Jugend

Die Zukunft unserer Stadt liegt in den Händen unserer Kinder und Jugendlichen. Bildung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, die Kinder in ihrer Neugier auf die Welt zu fördern. Erst in einem weiteren Schritt haben die Bildungseinrichtungen die Aufgabe, dies entsprechend zu unterstützen. Unser Augenmerk liegt darauf, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die unseren Kindern einen guten Start in das Erwachsenenleben ermöglichen.

Im Vordergrund unserer Bildungsidee steht nicht der vom internationalen Arbeitsmarkt oft geforderte willfährige Befehlsempfänger, unser Ziel ist der aufgeklärte und mündige Staatsbürger, der mit allen Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet ist, um in unserer vielschichtigen und international vernetzten Welt bestehen zu können. Tatsächlich aber werden viele Kinder und Jugendliche bereits in der Familie im Stich gelassen und auf dem späteren Bildungsweg mit Parallelgesellschaften, Ghetto- und Bandenbildung, Kriminalität und Drogen konfrontiert.

Wir stehen dafür ein, dass die Jugend gerade in den sensiblen Jahren in Sicherheit und Geborgenheit aufwachsen kann. Wir wollen Jugendliche bei der Bewältigung der vor ihnen liegenden Herausforderungen unterstützen und ihre freie Entfaltung gewährleisten. Daher dürfen wir uns gewissen Wahrheiten nicht verschließen.

Der Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache in Grazer Volksschulen hat einen bedenklichen Rekordwert erreicht. Von insgesamt 7.707 Grazer Volksschülern gehörten im Schuljahr 2015/16 3.770 (49%) jener Gruppe an, für die Deutsch eine Fremdsprache ist. Die Bezirke Gries (93%), Lend (74%), Gösting (69,5%), Eggenberg (67%) und Jakomini (68%) wiesen im Jahr 2015 einen besonders hohen Anteil von fremdsprachigen Volksschulkindern auf.

In der Volksschule St. Andrä im Bezirk Gries war Deutsch für 142 von 143 Schulkindern eine Fremd- oder Zweitsprache.

Ohne ausreichende Deutschkenntnisse wird es den Kindern verunmöglicht, dem Unterricht zu folgen. Zeitgleich werden österreichische Kinder benachteiligt, da ja die fremdsprachigen Volksschulkinder eine intensivere Sprachbetreuung benötigen.

Deutsch vor Schuleintritt und Deutsch als Pausensprache

Es muss daher sichergestellt werden, dass Kinder bereits vor dem Schulantritt über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, damit ein entsprechender Unterricht gewährleistet werden kann.

Auch sollte der Anteil an fremdsprachigen Volksschulkindern in Volksschulklassen nicht mehr als 30% betragen, da Integration andernfalls nicht stattfindet. Im Zweifelsfall fordern wir jedoch eigene Klassen für jene Kinder, für die Deutsch eine Fremdsprache ist. Im Rahmen von Sprachstandserhebungen, die verpflichtend vor dem Schuleintritt erfolgen müssen, werden Kinder, deren Deutschkenntnisse für den Regelunterricht als nicht ausreichend anzusehen sind, gegenwärtig bereits erfasst.

Wir fordern daher ein verpflichtendes Vorschuljahr für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen bzw. eigene Deutsch-Förderklassen für sogenannten Quereinsteiger. Eine weitere Selbstverständlichkeit stellt unsere Forderung nach Deutsch als Pausensprache in den Grazer Schulen dar. Die Verweigerung der deutschen Sprache im Privatleben vieler Migranten fördert Sprachdefizite von Kindern, baut Barrieren auf und führt nicht selten zu Feindseligkeiten im Austausch mit österreichischen Kindern.

Lehrlingsoffensive

Gerade im Segment der unter 25-Jährigen ist ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Dieser Tendenz muss rasch und wirksam begegnet werden. Die unterschiedlichen Fachgruppen der steirischen Wirtschaftskammer monierten im Gegenzug, dass zahlreiche Lehrstellen nicht besetzt werden konnten, weil ausreichend vorgebildete Bewerber fehlen. Vor allem mangelt es zahlreichen Jugendlichen an der Fähigkeit, Texte sinnerfassend lesen zu können. Auch diesem Missstand muss, wie bereits ausgeführt, im Bereich der Pflichtschulen und im Bereich des Regelunterrichts wirksam entgegen gewirkt werden. Andererseits gilt es aber, im Haus Graz entsprechende Lehr- und Ausbildungsstellen zu schaffen und diese zu fördern.

Als Universitätsstadt profitiert Graz als Bildungsstandort natürlich auch von der Forschung, von der Innovation und auch vom studentischen Leben. Natürlich muss die Stadt an die Studenten ein attraktives Angebot in den Bereichen Freizeit, Mobilität und Wohnen richten.

WIR STEHEN DAHER FÜR:

  • Eine verstärkte Lehrlingsoffensive sowie die Einrichtung von Lehrwerkstätten im Haus Graz
  • Eine Obergrenze für fremdsprachige Volksschüler pro Schulklasse
  • Ein verpflichtendes Vorschuljahr für Kinder, die über unzureichende Deutschkenntnisse verfügen
  • Deutsch als Pausensprache in Grazer Schulen
  • Entsprechende Maßnahmen im Bereich Freizeit, Mobilität und Wohnen zur Belebung der Studentenstadt Graz