Grazer FPÖ: Pläne einer autofreien Innenstadt sind wirtschaftspolitisch äußerst bedenklich

Für Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio ist das Konzept einer autofreien Innenstadt ein unausgegorener Schnellschuss auf Zuruf zur denkbar ungünstigsten Zeit: „In Zeiten, in denen die Innenstadtwirtschaft ums Überleben kämpft, sind Überlegungen hinsichtlich der Verbannung von Autos unangebracht und zeitlich schlichtweg falsch gewählt. Über eine Verkehrsberuhigung der Grazer Innenstadt nachzudenken ist legitim, allerdings bedingt dies stets die Gesamtsituation im Auge zu behalten. Schnellschüsse auf Zuruf oder politische Verbotspolitik und dergleichen sind grundsätzlich schlechte Ratgeber. Was umfasst die Innenstadt, die historische Altstadt, der erste Bezirk? Wenn Elke Kahr die autofreie Innenstadt fordert, möge sie dazu nicht nur erklären, was davon umfasst ist, sondern ebenso klar darlegen, wo die Menschen Parkmöglichkeiten finden und vor allem wie sich diese Konzeptlosigkeit positiv auf die Grazer Innenstadtwirtschaft auswirken soll. Ein unausgegorenes Verkehrskonzept, das nicht im Einklang mit der Wirtschaft steht, lehnen wir ab!“

Verkehrskonzepte sollten immer im Einklang mit der Wirtschaft stehen!

Klubobmann Armin Sippel wird Verkehrsstadträtin Kahr in der kommenden Gemeinderatssitzung mit den Konsequenzen einer autofreien Innenstadt konfrontieren und die damit möglichen existenzbedrohenden Umsatzeinbußen zur Diskussion stellen. „Maßnahmen gegen das Auto sind zurzeit politisch schwer im Trend, wie uns unter anderem gerade die aktuelle Diskussion um autofreie Städte zeigt. Aus Sicht der Grazer FPÖ sollten Verkehrskonzepte immer im Einklang mit der Wirtschaft stehen – dass dieser Zugang nicht zur Kernkompetenz der kommunistischen Partei gehört, verwundert wenig. Wer Wirtschaft ohne den motorisierten Individualverkehr denkt, macht die Rechnung ohne den Wirt. Dies gilt ganz besonders in der Automobilhauptstadt Graz.“ Der Wirtschaftsfaktor dürfe bei solchen Verkehrskonzepten keinesfalls vergessen werden. Der Kofferraum ist noch immer die größte Einkaufstasche. Dieses Zitat des ehemaligen CDU-Bürgermeisters von Langenfeld Magnus Stähler trifft zumindest auf den stationären Handel zu und wird sich auch nicht so schnell ändern. Auch Graz sollte das im Sinne der vielen Unternehmer beherzigen.“