52,4 % aller Grazer Volksschulkinder haben fremde Muttersprache

Sippel fordert politische Trendumkehr

Der jüngste Vorstoß des Grazer VP-Bildungsstadtrates Kurt Hohensinner über die Einrichtung von Deutschförderklassen lieferte ein besorgniserregendes Zahlenwerk. Nachdem der Bund nun fordert, dass Kinder mit Sprachdefiziten ab Herbst in eigenen Deutschklassen unterrichtet werden sollen, hat Stadtrat Hohensinner nun entsprechend reagiert und vor allem den Raumbedarf im Grazer Stadtgebiet zur Diskussion gestellt. Trotz eines sehr ambitionierten Schulausbauprogramms ist der Platz begrenzt, und Lösungen müssen mit dem Bund diskutiert und gefunden werden.

FP-Klubobmann Sippel: „Wir begrüßen das Vorhaben von Stadtrat Kurt Hohensinner und werden ihn auf diesem Weg auch politisch unterstützen. Allerdings sehen wir auch auf anderer Ebene dringenden Handlungsbedarf. Zu Recht drängen sich hier mehrere Fragen auf. Was bedeutet das für die Zukunft unserer Stadt, wenn bereits heute 52,4 % aller Grazer Volksschulkinder eine andere Muttersprache haben als Deutsch? Welche Entwicklung haben wir zu erwarten, wenn sich dieser Trend weiter fortsetzt und das Plus von 1,3 % im Vergleich zum Schuljahr 2016/17 auch in kommenden Jahren fortgeschrieben wird?“

„Wir sind nicht nur was die Deutschklassen betrifft, sondern auch in allen anderen Fragen des sozialen Zusammenlebens am Ende unserer Aufnahmekapazitäten angelangt. Die FPÖ Graz fordert daher eine politische Trendumkehr. Das sind Maßnahmen, die vor allem der Bund und zum Teil auch das Land umsetzen müssen. Eine rigorose Asylpolitik, konsequente Abschiebungen und eine klar nach außen kommunizierte Ausländerpolitik sind wesentliche Bestandteile unseres Forderungskataloges an den Bund. Die bisherige Arbeit unseres Innenministers Herbert Kickl ist ein deutliches Signal in die richtige Richtung. Wir hoffen, dass diese Arbeit weiterhin fortgesetzt wird. Aber auch in der Steiermark müssen die Gemeinden und Umlandgemeinden in die Pflicht genommen werden. In Graz-Umgebung beträgt der Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache 15,9 %. Eine faire und klare Verteilung ist hier anzustreben, alleine schon weil gerade die Gemeinden in GU in Infrastrukturfragen massiv vom Großraum Graz profitieren“, so der freiheitliche Klubobmann Armin Sippel abschließend.