Verkehr

Elke Kahr bittet Grazer ohne Vorwarnung zur Kasse

Bürgernähe scheint für die kommunistische Stadträtin ein Fremdwort zu sein

Eine unliebsame Überraschung erwartete die Anwohner in der Froschaugasse, der Fliedergasse und dem Haselweg – weitere Straßenzüge könnten folgen, als sie wie gewohnt zu ihrem PKW kamen und an der Windschutzscheibe jeweils Organstrafverfügungen vorfanden. Es ist aber festzuhalten, dass hier seit vielen  Jahren ohne Einwand der Behörden geparkt wird. Ohne weiteren Hinweis, ohne Kundmachung und ohne Vorwarnung wurden hier Strafen verteilt. Nachforschungen des FPÖ-Bezirksrates in Jakomini, Björn Aigner, haben ergeben, dass das Grazer Parkraumservice den Auftrag hierzu vom Parkgebührenreferat der Stadt Graz erhalten hat. Letzteres firmiert unter der politischen Zuständigkeit von Stadträtin Elke Kahr.

FPÖ-Gemeinderat Berno Mogel zeigt sich empört: „Es ist üblich, im Zuge solcher Vorgehensweisen die betroffenen Anwohner und Bürger zu informieren und eine Übergangsfrist zu schaffen. Eine Änderung der Vorgehensweise von heute auf morgen ist nicht unbedingt die Visitenkarte von bürgernaher Politik. Frau Stadträtin Kahr und ihre kommunistische Partei werden noch lernen müssen, was es bedeutet, ein Ressort auch verantwortungsvoll zu verwalten und politische Verantwortung zu übernehmen.“

„Die Zeiten, als sie im Wohnungsamt – ohne Inhaltliches zu entscheiden – Geschenke verteilen durfte, sind für Elke Kahr jedenfalls vorbei. An ihrer ersten Bewährungsprobe auf dem Boden der kommunalpolitischen Gesamtverantwortung hat Frau Kahr jedenfalls nicht bestanden. Vielleicht gelingt es ihr ja noch, hier korrigierend einzugreifen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt“, so der freiheitliche Gemeinderat Berno Mogel abschließend.