Sippel

Absurde Vorwürfe gegen die FPÖ – Diffamierung und Halbwahrheiten

Die jüngsten Artikel im Standard und im Kurier betreffend die Aufsichtsratsbesetzungen durch den Grazer Gemeinderat veranlassen Klubobmann Armin Sippel nun zu einer Gegendarstellung.

Erstaunlicherweise wird hier neben der Person Ernst Brandl auch die Person Mag. Claudio Eustacchio unter der Gürtellinie angegriffen. Ohne Verweis auf seine Qualifikation und auf seinen Verzicht auf die Aufsichtsratsvergütung wird lediglich die Tatsache, dass Mag. Eustacchio der Bruder von Vizebürgermeister Mario Eustacchio ist, hervorgehoben.

Richtig ist, dass Claudio Eustacchio bereits vor fünf Jahren in das Kuratorium des Grazer Künstlerhauses nominiert wurde – damals mit der vollen Zustimmung des Gemeinderates. Erstaunlich ist hierbei, dass die gleiche Personalie plötzlich Anstoß erwecken soll. Für Klubobmann Sippel ist das eine unverständliche und vermutlich parteipolitisch motivierte Vorgehensweise.

„Richtig ist zunächst, dass Mag. Claudio Eustacchio der Bruder von Vizebürgermeister Mario Eustacchio ist. Auf dieser Betrachtungsebene endet allerdings die angeblich so objektive Berichterstattung von Standard und Kurier.

Ich darf nun einige Ergänzungen beifügen, die nicht ganz unbedeutend erscheinen. Mag. Claudio Eustacchio hat nach bestandener Aufnahmeprüfung an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert und die Meisterklasse von Michelangelo Pistoletto besucht. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im jährlichen Durchschnitt von allen Aufnahmewerbern nur 10% zum Studium zugelassen werden, darf ein absolviertes Studium an einer der höchsten Kunstausbildungsstätten der Republik wohl als ausreichend betrachtet werden.

Im Zusammenspiel mit seiner museumspädagogischen Ausbildung erachtet ihn die Freiheitliche Partei – und die Mehrheit des Grazer Gemeinderates – für durchaus qualifiziert, im Aufsichtsrat der Stadtmuseum Graz GmbH und der Universalmuseum Joanneum GmbH zu wirken.

Bei seiner Nominierung hat der Freiheitliche Gemeinderatsklub – wie bei anderen Besetzungen auch – vor allem auf seine Qualifikation geachtet. Seine Verwandtschaft mit Herrn Vizebürgermeister Mario Eustacchio stellte für den Freiheitlichen Gemeinderatsklub kein Hindernis dar, weil ausschließlich vorgenannte Befähigung für uns relevant ist. Wir haben diesen Maßstab auch bei der Beurteilung von anderen Parteien nominierter Personenkreise angesetzt und hier bei einer eventuellen Kritik unsererseits nie auf verwandtschaftliche, emotionale oder gar wirtschaftliche Verbindungen Bezug genommen.

Ich zeige mich einigermaßen erstaunt, dass sich in der Vergangenheit niemand daran gestoßen hat, dass im Universalmuseum Joanneum Frau Stadträtin Lisa Rücker und in der Stadtmuseum Graz GmbH Frau Gemeinderätin a.D. Sigrid Binder von den Grünen im Aufsichtsrat saßen. Wenn nun also die Ausbildung des Gymnasialprofessors Claudio Eustacchio nicht genügen soll, dann frage ich mich, worin die Qualifikation der Hauptschullehrerin Sigrid Binder gelegen sein könnte. Sollte es am Ende so sein, dass die Mitgliedschaft in jeder anderen Partei als der FPÖ den abschließenden Beweis für Kultur- und Kunstaffinität bzw. für die Befähigung, in einem Aufsichtsrat sitzen zu dürfen, liefert?

Dieser entlarvenden Geisteshaltung dürfte ich dann entgegenhalten, dass beispielsweise Herr Mag. Eustacchio niemals Mitglied der Freiheitlichen Partei war. Ein abschließendes Detail erlaube ich mir der Ordnung halber anzuführen, weil weder Kurier noch Standard darauf eingegangen sind. Von Vetternwirtschaft ist wohl nicht zu sprechen, da Herr Mag. Claudio Eustacchio – sowie ich selbst im Übrigen auch – auf seine Aufsichtsratsvergütung verzichtet und somit ehrenamtlich und unentgeltlich in dieser Funktion der Stadt Graz zur Verfügung steht. Weder Standard noch Kurier haben Herrn Mag. Eustacchio persönlich kontaktiert, ihm die Möglichkeit zu einer Stellungnahme gegeben oder gar nach seiner Qualifikation gefragt. Die familiäre Nähe zu Vizebürgermeister Eustacchio und die Nominierung durch die FPÖ genügten bereits für eine Verurteilung“, so der Freiheitliche Klubobmann Armin Sippel.