Gemeinderäte vor dem Rathaus

Konstituierung des Gemeinderates – Mario Eustacchio ist Vizebürgermeister

Angelobung von acht freiheitlichen Gemeinderäten

Zwei Monate nach der Gemeinderatswahl fand am 4. April 2017 die konstituierende Sitzung des Grazer Gemeinderates statt, in der zu Beginn die 48 Gemeinderäte angelobt wurden. Gegenüber der nunmehr abgelaufenen Wahlperiode darf der Freiheitliche Gemeinderatsklub mit Günter Wagner einen achten Gemeinderat in seinen Reihen willkommen heißen. Er wird in dieser Gemeinderatsperiode schwerpunktmäßig in den Bereichen Tourismus sowie Jugend als Sprecher fungieren. Im Anschluss an die Einbringung des Wahlvorschlages des Bürgermeisters durch die VP-Clubobfrau meldete sich FP-Klubobmann Armin Sippel zu Wort.

Klubobmann Sippel bedankte sich auch bei der ÖVP für die faire Gesprächsführung im Zuge der Verhandlungen der Agenda Graz 22. „Die FPÖ ist bereit, Gesamtverantwortung zu übernehmen. Die Agenda Graz 22 ist ein großes gemeinsames Ganzes, kein kleinster gemeinsamer Nenner!“

Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ gegen KPÖ, Grüne und Neos wurde Mag. Siegfried Nagl zum Bürgermeister gewählt. Im Anschluss an die Antrittsrede folgte der Wahlvorschlag für den Bürgermeisterstellvertreter, der gemäß Statut der Landeshauptstadt Graz der zweitstärksten Fraktion zusteht. Wie bereits im Vorfeld zu erwarten war, erreichte die Kommunistin Elke Kahr in zwei Wahlgängen – lediglich 14 Stimmen konnte sie in den beiden Wahlgängen jeweils auf sich vereinigen – nicht die erforderliche Mehrheit. Statutengemäß war daher die Sitzung für mindestens 24 Stunden zu vertagen.

Fortsetzung der vertagten Gemeinderatssitzung – Mario Eustacchio mit den Stimmen von FPÖ und ÖVP zum Bürgermeisterstellvertreter gewählt

 

Nach einem dritten vergeblichen Anlauf der KPÖ ging das Vorschlagsrecht für den vierten Wahlgang auf die FPÖ als drittstärkste Fraktion über. FP-Klubobmann Armin Sippel schlug erwartungsgemäß Mario Eustacchio für die Wahl zum Bürgermeisterstellvertreter vor, der mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ im ersten Anlauf gewählt wurde.

Vizebürgermeister Eustacchio bedankte sich bei den Verhandlungsteams von FPÖ und ÖVP für die konstruktiven Gespräche. „Die Agenda Graz 22 ist ein Rahmenprogramm. Nicht alles, was in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll, konnte auch niedergeschrieben werden. In meiner Amtsführung will ich auch die Experten aus den Ämtern zu Wort kommen lassen. Wir schielen nicht auf eine gute Beurteilung durch die Opposition oder eine gute Benotung von Journalisten – die Benotung steht nur den Wählern zu. Daran werden wir sehen, ob wir unsere Arbeit gut gemacht haben.“

Vizebürgermeister Eustacchio bedankte sich vor allem bei seiner Familie, im Besonderen bei seiner Gattin Ulrike. Dem schließt sich das Redaktionsteam an und gratuliert in diesem Zusammenhang dem Ehepaar Eustacchio zum 25. Hochzeitstag.